Die Wirtschaft und der Crash


Der Staat (also wir alle) ist nicht dazu da, die Menschen zu versorgen. Das müssen die Menschen selbst tun. Für ihre Versorgung haben sich die Menschen in vielen Jahrtausenden weiterentwickelt und nach und nach das moderne Wirtschaftssystem geschaffen, das die Aufgabe hat, die Menschen zu beschäftigen und zu ernähren. Die Entwicklung der Wirtschaft ist nicht abgeschlossen, sondern muss sich mit veränderten Gegebenheiten diesen anpassen.

Ein koordiniertes Wirtschaftssystem, das auf Arbeitsteilung beruht, ist schon deshalb notwendig, weil natürlich nicht alle Menschen in den Wald gehen und Beeren sammeln oder Tiere jagen und nicht alle Menschen sich aus Fellen von Beutetieren Bekleidung fertigen können.

Die Wirtschaft ist leistungsorientiert und hat nicht nur die Aufgabe, Eigentümer, Gesellschafter und Aktionäre zu ernähren, sondern auch alle Menschen, die innerhalb des Systems in Arbeitsverhältnissen stehen.

Die Wirtschaft produziert, was Menschen brauchen, benötigt aber auch Menschen, die innerhalb des Systems diese Dinge produzieren. Die Menschen erhalten Geld als Tauschwert, um sich die produzierten Dinge damit eintauschen zu können.

Damit nicht jeder alles selbst produzieren muss und auch nicht nur selbst produzierte Dinge nutzen muss, kann natürlich ein in der Backwarenproduktion tätiger Mensch für sein dort verdientes Geld Produkte der Fleischproduktion oder Bekleidungsproduktion kaufen und die dort tätigen Menschen Backwaren. So entsteht ein Kreislauf, der Produkte aus verschiedener Herstellung nach Bedarf und Vorhandensein der Tauschwerte (Geld) verteilt.

Das an die Arbeitnehmer ausgegebene Geld fliesst also wieder in die Wirtschaft zurück und kann erneut verteilt werden. Auch das ist ein Kreislauf, in dem das Geld nur benutzt wird, um die Aufteilung steuern zu können. Geld allein ist nichts wert, sondern nur die Dinge, die man dafür eintauschen kann.

Das im Umlauf befindliche Geld muss durch vorhandene materielle Werte abgedeckt sein. Ist mehr Geld in Umlauf als es Ware gibt, orientiert sich der Wert des Geldes neu durch gestiegene Preise. Ist mehr Ware in Umlauf als Geld, orientiert sich die Ware um durch gefallene Preise.

Erhalten die Menschen weniger Geld und mehr fliesst ungenutzt und brachliegend in die Kassen weniger Besitzender, können diejenigen, die weniger zur Verfügung haben, auch weniger Waren eintauschen, es fliesst also weniger Geld über den Kreislauf zurück in die Wirtschaft. Die Warenumsätze gehen zurück, die Geschäfte laufen schleppend, die Menschen erhalten weniger Waren und die Wirtschaft weniger Geld zurück. Der Kreislauf stockt.

Produziert die Finanzwirtschaft ohne materielle Gegenwerte virtuelles Geld, das jedoch nicht in Umlauf gelangt und nicht für den Kreislauf zur Verfügung steht, erhöht sich die vorhandene Geldmenge dennoch und die Preise steigen trotz weniger in Umlauf befindlichen Geldes. Die Menschen können sich weniger leisten, die Warenwirtschaft/Produktion setzt weniger um, nur die Finanzwirtschaft boomt.

Brechen Warenwirtschaft/Produktion zusammen und die Versorgung funktioniert nicht mehr, verliert alles schlagartig an Wert, auch das brach liegende virtuelle Geld, Immobilien. Hier kommt es zum Crash.

Jetzt haben nur noch Lebensmittel einen Wert, denn alles andere kann man nicht essen. Man kann Geld nicht essen, virtuelles schon gar nicht, Gold und Silber kann man nicht essen, selbst Diamanten und Immobilien kann man nicht essen, nur Lebensmittel und die können sich eine Zeit lang nur noch sehr wenige Menschen leisten, die sehr viel dafür bezahlen müssen…

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