Wirtschaftskrieg: Russland ist der böse Feind


Russland wurde unter Jelzin und einer aufstrebenden Oligarchenriege vom Westen bei der Schaffung neuer Wirtschaftsgesetze „unterstützt“, die allerdings in kolonialistischem Stil (ähnlich „hilft“ man auch Ländern der dritten Welt und unsere Gesetze sind ähnlich aufgebaut) Kosten im Land lassen und Gewinne heraus schleusen. Zu erkennen war dies für viele „kapitalistisch unerfahrene“ Russen erst, als sich die Wirkung zeigte.

Es funktioniert in etwa so, dass Gewinne zwar dort versteuert werden, wo sie entstehen, allerdings baut man gezielt Firmengeflechte auf, die Gewinne nicht im Inland, sondern in jenen Drittländern entstehen, in denen weit weniger Steuern zu zahlen sind (Steueroasen). Oligarchen der Länder gründen Inlandsfirmen, die Rohstoffe ankaufen und weit unter Preis an Partner im Ausland weiterveräussern. Die Inlandsunternehmen produzieren hohe Kosten, aber kaum Gewinne (die entstehen erst in anderen Ländern). So haben die entsprechenden Länder zwar alle Kosten der Förderung und Produktion sowie Logistik, Unterhalt, Gehälter, Infrastruktur… zu tragen, erwirtschaften aber kaum Gewinne und zahlen (wenn überhaupt) nur extrem geringe Steuern, so dass die Länder von ihren Rohstoffen und deren Export selbst nicht oder nur wenig profitieren. Auf der anderen Seite schöpfen die in Drittländern angesiedelten Multis alle Gewinne ab, ohne nennenswerte Kosten zu haben. Die Länder werden also ausgeplündert und das sogar rechtlich (Recht hat NICHTS mit Gerechtigkeit zu tun!) legal. Ähnlich verfahren internationale Multis auch in afrikanischen und südamerikanischen Staaten, die trotz Rohstoffreichtum bettelarm bleiben, aber ständig an Rohstoffen verlieren…

In Russland war es unter Anderem beispielsweise Chodorkowski, der als Mittelsmann an der Ausplünderung des eigenen Landes beteiligt war und sich damit ein Milliardenvermögen ergaunert hat, während millionen Barrel russisches Öl ins Ausland flossen und das Land davon so gut wie nichts abbekam. In der Ukraine ist es „Gas-Prinzessin“ Timoschenko, die an der schlechten wirtschaftlichen Verfassung des eigenen Landes durch genau die gleichen Machenschaften in Zusammenhang mit Erdgas erheblichen Anteil hat, während sie selbst ebenfalls ein Milliardenvermögen anhäufen konnte. Den hauptsächlichen Gewinn heimsten internationale Multis ein, die ihre Gewinne nicht in der Ukraine versteuern mussten. Im Ergebnis ist die eigentlich bodenschatzreiche Ukraine heute nahezu bankrott.

Putin hat in Russland nun nach und nach Fakten geschaffen, die Kontrolle und Gewinne aus den eigenen Bodenschätzen wieder zurück ins eigene Land überführt haben, so dass Russland von den eigenen Rohstoffen auch selbst profitiert und nicht nur auf den Kosten sitzen bleibt. Die vorher stark angeschlagene russische Wirtschaft stabilisiert sich seitdem wieder und Russland wird wirtschaftlich stärker.

Letzteres wäre auch bei uns bitter nötig, denn auch hier gibt es viele Multis, die in Deutschland Milliardenumsätze generieren, die Gewinne trickreich aber erst im Ausland entstehen lassen und hier, wo die Gewinne eigentlich entstehen, so gut wie keine Steuern zahlen…

Dass Russland sich nicht mehr ausplündern lässt und wirtschaftlich stärker wird, stinkt dem Westen gewaltig und deshalb ist Russland auch wieder der „böse Feind“…

Äusserst interessant ist auch, dass Russland deutlich weniger verschuldet ist als die USA und die eigene Schuldenlast konsequent senken kann
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/07/21174/

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