Russland und die Entwicklung in der Ukraine


Russland ist kein Zarenreich mehr und die Krim ist der Ukraine damals (gehörte vorher zu Russland) sogar nach der sovjetischen Verfassung nicht rechtmässig zugeschlagen worden, ohne die Bevölkerung dort zu fragen (Chrustchow, der das verfügte, war selbst Ukrainer!). Die Ursprünge des alten Russlands lagen bei der „Kiewer Rus“, Kiew ist also Keimzelle Russlands. Lange (etwa 200 Jahre lang) herrschte die Goldene Horde (mongolische Reiterhorden) über alle von Russen besiedelten Gebiete und konnten erst dann wieder zurückgedrängt werden. Später wurden grosse Teile des Landes dem Polnisch-Litauischen Reich einverleibt, das nach Kosakenaufständen und Kriegen mit Nachbarn schliesslich verschwand (Polen war lange aufgeteilt).

Durch die unterschiedlichen Eroberungen und Besiedlungen nahmen verschiedene Regionen leicht unterschiedliche Entwicklung, blieben aber russisch. Man sprach von Russen, Weissrussen und Kleinrussen. Weissrussland ist mit Fall der Sowjetunion unabhängig geworden und aus dem kleinrussischen Gebiet und angrenzenden Regionen mit teilweise noch polnisch-litauischer Besiedlung wurde die ukrainische Region, die aus mehreren Ethnien besteht, im Osten und Süden aber überwiegend noch immer russisch besiedelt ist.

Nach dem ersten Weltkrieg entstand als Folge des Friedens von Brest-Litowsk erstmalig ein eigenständiger ukrainischer Staat, der von dem ebenfalls neu geründeten polnischen Staat angegriffen wurde und grössere Teile seines Gebiets an Polen verlor. Der Rest der Ukraine (der Teil, der mehrheitlich russisch besiedelt ist) wurde der Sovjetunion angegliedert. Nach dem zweiten Weltkrieg kamen die eroberten Gebiete wieder an die zur Sovjetunion gehörenden ukrainischen Republik. Polen erhielt ehemals deutsche Gebiete zur Verwaltung.

Erst nach Fall der Sovjetunion wurde die Ukraine ein eigenständiger Staat mit ethnisch unterschiedlich besiedelten Regionen. Hauptsächlich kann man unterscheiden zwischen der überwiegend russisch besiedelten Ost-Ukraine (auch ein Streifen im Süden zwischen Odessa und der Krim sowie der früheren Moldauischen Sovjetrepublik, der heutigen Republik Moldowa und einem fast ausschliesslich von Russen bewohnten Teil Transnistrien, der sich von Moldowa abgespaltet hat.

Der zweite Haupt-Teil ist die so genannte West-Ukraine (westlich vom Dnjepr), der eher westlich und an Polen angelehnt ist und zum Teil stark nationalistisch geprägt ist. Die West-Ukraine ist in Anlehnung an Polen teilweise katholisch geprägt, die Ost-Ukraine überwiegend othodox. Hier prallen also sogar unterschiedliche Kulturen aufeinander, was sich nach dem nationalistischen Putsch und anschliessenden antirussischen Aktionen und Versuchen, die russische Sprache zu verbieten, nun entlädt.

Die Menschen der Ost-Ukraine erkennen die Kiewer Putschregierung nicht an und sie suchen Schutz bei Russland.

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