Russlands Grenzen und Reichtum


Russlands Grenze und Reichtum – Russland mag an vielem Interesse haben, aber keinesfalls an der Destabilisierung seiner „Randgebiete“, denn dadurch würden die eigenen Grenzen massiv gefährdet. Die Gesamtlänge der Landesgrenzen (Land und Küsten zusammengerechnet) beträgt annähernd 60.000 km. Bei rund 150 Millionen Einwohnern. Die Streitkräfte umfassen gut 1 Million Mann regulär plus 1,5 Mio Reservisten.

Das heisst, alle 60 meter stünde ein aktiver Soldat, also knapp 17 Mann je kilometer. Selbst mit allen Reservisten stünden gerade 24 Mann je km. Alle 2,7 km könnte man einen Panzer hinstellen und eine Gesamtfläche von 17 Mio km² ist nur sehr schwer zu verteidigen, schon gar nicht mit unsicheren und nicht stabilen oder mehr oder weniger direkt bedrohten Grenzen.

In Russland waren nach Gorbatschow andere Kräfte am Ruder. Im Ergebnis wurden mit westlicher „Hilfe“ Voraussetzungen zum Ausverkauf des Landes geschaffen, an denen sich einige Oligarchen dumm und dusselig verdienten, das Land selbst aber immer schwächer wurde. So wurden beispielsweise Kosten für Ölförderung, Logistik, Personal… komplett im Inland steuermindernd geltend gemacht, die Rohstoffen aber zu Spottpreisen an im Ausland registrierte Partnerfirmen verkauft, so dass zu versteuernde Gewinne erst im Ausland entstanden. So flossen Bodenschätze aus dem Land, ohne dass Gewinne daraus im Land blieben (ausser bei einigen Oligarchen). Chodorkowski war u. A. genau deshalb verurteilt worden und in der Ukraine die „Gas-Prinzessin“ Timoschenko, die den Reichtum des eigenen Landes für ein privates Milliardenvermögen an westliche Konzerne verscherbelt hatte, während das Land immer ärmer wurde. Genau so verfahren viele internationale Konzerne auch in Dritte-Welt-Ländern, die ausgeplündert werden, ohne dass Gewinne in den Ländern verbleiben, weil sie rechnerisch erst im Ausland entstehen.

In Russland hat sich das erst mit Putin geändert und es hat einige Jahre gedauert, die Wirtschaft so umzustellen, dass die Gewinne aus den eigenen Bodenschätzen wieder im Land bleiben und auch beim Volk nach und nach mehr wirtschaftliche Stabilität ankommt.

So lange Russland es zugelassen hatte, dass die Ausplünderung fortschreiten konnte, war Russland guter Freund. In dem Moment, in dem die Ausplünderung ins Stocken geriet, wurde Russland wieder zum Feind. Es geht dabei nicht um Demokratie, Menschen- oder Völkerrechte, sondern nur um Profit und Rohstoffe, an die man möglichst günstig heran möchte. Daran ist Russland nämlich reich…

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