Billig und die Preisspirale


Es ist zwar richtig, dass einiges billiger wird, aber wenn man sich alles gründlich anschaut, ist die Kaufkraft insgesamt rückläufig. Statistiken schaffen es zwar immer noch, vieles schönzurechnen, aber die Menschen kommen mit ihrem Geld konkret immer schlechter zurecht. Das, was billiger wird, hat oft auch deutlich an Qualität eingebüsst (billiger durch Einsparungen bei der Herstellung) oder enthält ein der 10% billigeren Abpackung beispielsweise 20% weniger Inhalt, ist dann unter’m Strich sogar teurer geworden. Andere Dinge haben an Haltbarkeit eingebüsst oder erfüllen ihre Aufgabe weniger gut, so dass Zusatzkosten entstehen. Auch da wird einiges unter’m Strich sogar teurer, obwohl das Preisschild auf der Ware eine geringere Summe anzeigt.

Preiskampf führt zu Qualitätsverlust und Zusatzkosten. Einsparungen führen zu geringeren Lohnsteigerungen und Entlassungen, Menschen wollen immerbilliger kaufen und zwingen zu billigerer Produktion, Sparwut führt zu Sparzwang, weniger haltbare Produkte führen zu mehr Müll und kosten Resourcen, Raubbau schädigt die Umwelt, Billigzeug bringt weniger Profit, Entlassungen und geringe Löhne zwingen Menschen zum Kauf billiger Waren, Konkurrenzdruck zwingt die Wirtschaft zu weiterer Verbilligung und damit zu noch mehr Einsparungen und diese Spirale ist (einmal gestartet) kaum noch aufzuhalten, wird sich immer schneller drehen…

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