DDR 1989 – Die gestohlene Revolution


Die Protestbewegung in der DDR war nicht von Anfang an westlich gelenkt. Es begann mit Botschaftsflüchtlingen, grünen Grenzen, Umbrüchen in Polen und Ungarn, dem Gorbatschow-Besuch in Ost-Berlin. Es waren anfangs Menschen, die nichts mit dem Westen im Sinn hatten, sondern sich eine reformierte DDR gewünscht haben. Es gab massenweise Schilder mit der Aufschrift „Wir bleiben hier“, denn man wollte nicht weg und auch keine Vereinigung.

Aus dem Westen kam Hilfe in der Form, dass man Material wie Filmaufnahmen aus der DDR über die Demonstrationen, das herübergeschmuggelt werden konnte, im TV brachte, so dass im Osten die Menschen sehen konnten, was los war, denn die DDR Nachrichten brachten nichts davon oder nur sehr wenig.

Auch die Themen der Redner auf den Demos in der DDR hatten nichts mit dem zu tun, was dann kam, als die Grenzen plötzlich offen waren und Menschen aus dem Westen sich direkt einmischen konnten. Erst an der Stelle begann man statt „Wir sind das Volk“ nach und nach „Wir sind ein Volk“ zu skandieren. Die Redner wechselten sich nach und nach aus und von den anfänglichen Gesichtern, meist DDR-Bürger aus Überzeugung, die sich nur ein menschlicheres und freieres Land wünschten, sah man immer weniger – dafür mehr westliche Politiker.

Diese Revolution ist damals leider tatsächlich gestohlen worden.

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