Wohlstand für alle?


Theoretisch wäre Wohlstand für alle problemlos möglich, denn weltweit wird weit mehr produziert, als gegessen werden könnte. Dass dennoch millionen Menschen verhungern, liegt ausschliesslich an der Verteilung. In den meisten „reichen“ Industriestaaten erreicht nur rund die Hälfte der produzierten Lebensmittel überhaupt den Handel. Vieles wird vernichtet, also verbrannt, entsorgt oder auf den Feldern gleich wieder untergepflügt, weil es eher billiger ist und Profitinteressen entgegenkommt, als seine eigentliche Aufgabe erfüllen zu können.

Die Erfüllung von Aufgaben spielt heute leider keine Rolle mehr, denn alles wird „wirtschaftlich“ betrachtet, darf also möglichst wenig kosten und hat möglichst viel schnellen Profit zu erbringen.

Ebenso spielt Nachhaltigkeit kaum noch eine Rolle, es geht vor allem um möglichst schnellen Profit – koste er, was er wolle…

Das zeigt nämlich, wie paradox dies im Grunde ist, denn durch Sparwut entsteht zwangsläufig Sparzwang, der weitere Kreise zieht und Profit so durch Zerstörung der Märkte minimiert, statt maximiert (langfristig). Man benötigt also nach Zerstörung alter Märkte ständig neue, was allerdings immer nur ein Spiel auf Zeit ist, weil die Probleme dem sehr schnell hinterher reisen und grösser werden statt kleiner. Trotzdem setzt man meist auf Kosmetik statt Ursachen zu beseitigen bzw. umzudrehen, was am Widerstand derer scheitert, die ihre Profitinteressen in Gefahr sehen.

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