Folgen fehlender Balance


Die Armen brauchen Arbeit und Lohn, die Reichen brauchen Arbeiter, die das Produzieren, was alle konsumieren und alle leben davon, dass es einen Kreislauf gibt, der das verteilt, was benötigt wird. Geld, das ein Reicher ausgibt, landet grösstenteils bei ärmeren Menschen, die etwas produzieren oder leisten. Die geben das wieder aus, um etwas zu kaufen, was teilweise in Unternehmen reicherer Leute oder Gesellschaften produziert wird, teilweise direkt von kleinen Erzeugern.

Geld erfüllt die Funktion, Werte zu beziffern, um kalkulieren zu können und um von direktem Tauschhandel unabhängig zu werden, der meist nicht möglich ist, da derjenige, von dem man etwas bestimmtes braucht, nicht unbedingt Bedarf an dem hat, über das man gerade verfügt.

Die Wirtschaft ist entstanden, um den Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. Hier geht es um die Koordination zur Verfügung stehender Resourcen und Möglichkeiten mit der Aufgabe, dass alle Beteiligten davon leben können. Möglichkeiten und Resourcen zu koordinieren, ist Aufgabe der Politik, die diese aber nicht zufriedenstellend wahrnimmt, weil sie der Wirtschaft einseitig Vorteile verschafft und den Menschen darüber vernachlässigt.

So ist ein Ungleichgewicht entstanden, das die bekannte „Arm-Rech-Schere“ zwangsläufig immer weiter auseinander gehen lässt.

Ursache ist Profit durch Einsparung an Lohn- und Lohnnebenkosten wie an Produkten und Leistungen selbst. So sinkt die Kaufkraft bei gleichzeitiger Verteuerung des Lebens, was Menschen mit geringen Mitteln zu Einsparungen zwingt und bei der Binnenwirtschaft für Umsatzeinbrüche sorgt. Die Wirtschaft muss nun ihrerseits durch Konkurrenzdruck und trotz steigender Kosten mehr und mehr einsparen, um manche Waren im Preis zu halten oder sogar senken zu müssen. Dies führt zu geringerem Profit und zwingt zu weiteren Einsparungen oder sorgt für Unternehmenspleiten.

Hier entsteht wieder Arbeitslosigkeit, Lohndumping, weiterer Kaufkraftverlust und Einbrüche der Binnenmärkte, was zur Konzentration auf den Export zwingt. Nach und nach brechen auch international immer mehr Binnenmärkte ein und auch der Export wird nach und nach einbrechen, ohne von einem längst vernachlässigten Binnenmarkt wieder aufgefangen werden zu können.

Folge ist das, was wir schon in seinen Anfängen erleben:

Arm-Reich-Schere klafft weiter auseinander, Armut wächst überall, Wirtschaft stagniert überall, Märkte brechen zusammen, Kaufkraft sinkt, Preise für lenbensnotwendige Dinge steigen, Preise für nicht unbedingt benötigte Dinge sinken, Unternehmensgründungen sinken, Unternehmenspleiten mehren sich, Infrastruktur wird zunehmend marode, Tafelsilber muss verkauft werden und Lösungsversuche führen zu weiterem Chaos, weil sie nicht an die Ursachen gehen, sondern durch zunehmende Verschuldung den Zusammenbruch nur verschleppen und am Ende verschlimmern.

Manche Länder oder Gruppen versuchen, durch Ausplünderung Dritter den eigenen Untergang zu verhindern und begründen damit weitere Probleme, die zu Unruhen, Aufständen, Bürgerkriegen und militärischen Konflikten führen können.

Genau hier stehen wir jetzt… morgen werden wir einen Schritt weiter sein…

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