Kapitalismus und Nationalismus


Kapitalismus brauchen wir nicht, Wirtschaft schon. Wirtschaft ist die Arbeit für den Lebensunterhalt und Bedarf und der muss in Gesellschaften, die nicht jeder seine eigene Parzelle beWIRTSCHAFTen, auch organisiert werden, um zu funktionieren.

Was falsch ist, ist die Ausrichtung auf Profit statt auf Aufgabenerfüllung. Das führt zu unengenehmen Folgen durch beispielsweise Einsparung für Profitmaximierung, wodurch die billigeren Produkte dann ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen, was zu höheren Folgekosten führt als hätte man etwas vernünftiges verwendet. Allerdings profitiert wieder jemand an den Folgekosten. Nun muss an anderer Stelle gespart werden, Arbeitsplätze fallen weg und die Gemeinschaft muss diese mittragen, hat höhere Kosten und muss ihrerseits sparen, was unter’m Strich zu noch höheren Folgekosten führt. Am Ende verlieren alle, weil dies nicht unbegrenzt möglich ist.

Vernünftige Wirtschaft orientiert sich an Bedarf und Aufgabenerfüllung und eine der Aufgaben der Wirtschaft (neben aufgabenerfüllenden Produkten) ist die Beschäftigung von Menschen für ihren Lebensunterhalt und deren Entlohnung, die es auch zulässt, ihren Bedarf zu decken. Am Ende kann jeder alles kaufen, was er braucht und die Wirtschaft funktioniert nachhaltig und erhält sich auch selbst, ohne ständig wachsen zu müssen.

Zu Nationalismus:

Ein gewisser Patriotismus ist nötig, um Kulturen und Völker, die allesamt wichtig und schützenswert sind, auch zu erhalten und zu pflegen. Man pflegt natürlich nur eine Kultur, die man „liebt“ und der man irgendwie angehört. Dazu gehört auch Musik, Handwerk, Baukunst, bildende Kunst, Sprache…
 
Patriotismus und Nationalismus sind völlig unterschiedliche Dinge, die manchmal allerdings auch gemeinsam vorkommen. Extremer Nationalismus (vielleicht sogar mit Rassismus gepaart) der eine eigene Nation oder „Rasse“ über andere stellt und ggf. sogar bekämpft, ist in jedem Fall abzulehnen.
 
Völker leben oft unter völlig unterschiedlichen Voraussetzungen und haben sehr verschiedene Fertigkeiten hervorgebracht, die sich gegenseitig gut ergänzen können, wenn man sie in der natürlichen Entwicklung belässt und es Austausch gibt. Früher gab es mal Wandergesellen, die in viele Länder reisten, überall dazulernten und dann als Meister wieder in der Heimat ankamen, dort ihr erworbenes Wissen weitergaben und überall, wo sie zwischendurch gearbeitet hatten, nicht nur lernten, sondern ihrerseits erlernte Fertigkeiten im Austausch weitergaben. Zu jener Zeit gab es noch gar keinen Nationalismus, denn viele Länder waren Vielvölkerstaaten und manche Könige kamen aus anderen Ländern. Trotzdem hat es funktioniert.
 
Sogar das „Heilige römische Reich deutscher Nation“ war ein Vielvölkerstaat, der unterschiedliche Kulturen unter einem Dach vereinte. Das funktioniert immer so lange, wie die Völker eines Staates untereinander gleichberechtigt sind und nicht beispielsweise von aussen gegeneinander aufgehetzt werden, etwa zur Vorbereitung einer Eroberung. Hier wird Nationalismus nämlich gern geschürt und benutzt.

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