Schuldenfalle und Macht


Leider falsch gedacht, wenn man glaubt, ein Gläubiger möchte nur sein verliehenes Geld zurück, denn bei internationalen Krediten geht es NICHT darum, dass man sein Geld wiedersieht, sondern darum, den Schuldner in die Falle zu treiben, so dass er allein an Zins und Zinseszins weit mehr zahlen muss, als er an Krediten je bekommen hat. Bezahlte Schulden bringen keine Zinsen und keine Zinseszinsen mehr ein, deshalb sollen sie nicht bezahlbar sein, sondern immer höher werden.

Kann der Schuldner die Zinsen nicht mehr bedienen, droht die Staatspleite und die Aussicht, selbst für notwendige Dinge kein Geld mehr zu bekommen. An diesem Punkt sind Schuldnerstaaten gezwungen, Zugeständnisse zu machen, die sie sonst nie machen würden. Das kann beispielsweise Privatisierung von Staatseigentum sein, also den Verkauf von Teilen des Staatseigentums an private Käufer, die oft direkt oder indirekt den Banken gehören, die einst die Kredite gewährt haben. Käufe werden oft auch noch mit fälligen Zinszahlungen verrechnet, so dass die Werte weg sind, ohne dass der Schuldnerstaat selbst Geld dafür bekommt.

Durch die Privatisierung von Staatseigentum, das ja sonst Einnahmen gebracht hat, fallen natürlich jene Einnahmen weg, so dass der Staat mit weniger Einnahmen noch tiefer in Schuldenfalle und Abhängigkeit gerät und nach und nach immer mehr verkaufen muss.

Zusätzlich zu den Gewinnen durch Zins- und Zinseszins sowie Erwerb von Sachwerten für lau fliessen Gewinne durch Steuertricks im Ausland, so dass in den Schuldnerländern auch noch weniger Steuern anfallen, während Verluste im Inland bleiben und steuerlich abgesetzt werden. Trotz dieser riesigen Gewinne der Gläubiger entstehen rechnerisch durch weitgehende Nichttilgung der eigentlichen Kredite immense Verluste (die eigentlich ja keine sind), für die dann der Steuerzahler in wieder anderen Ländern haftet.

Was wir hier erleben, ist im Grunde der grösste Raubzug aller Zeiten, bei dem zum einen ganze Kontinente geplündert und Staatseigentum vieler Länder in Besitz privater Gruppen geraten, während alle betroffenen Länder immer tiefer in die Schuldenfalle geraten.

Es wird also nichts verschenkt, sondern als vergleichsweise billiger Köder benutzt, damit im Anschluss Werte in vielfacher Höhe billig abgegriffen werden können.

Doch das Abgreifen dieser riesigen Gewinne und Werte ist dabei nur ein Nebeneffekt, denn in Wahrheit geht es um Macht und Kontrolle. Wem am Ende alles gehört, der hat dann Kontrolle über alles und kann seine Bedingungen diktieren und mehr oder weniger geheime Privatarmeen finanzieren, die selbst mächtige Länder zu Fall bringen können, wenn man dort nicht so spurt, wie man gern hätte.

Das ist keine Science fiction und auch keine Verschwörungstheorie, sondern längst Fakt und gängige Praxis. Gegen das, was in der Welt tagtäglich in Wahrheit geschieht, sind George Orwell’s Bücher 1984 und Animal Farm nette Geschichtchen für Kleinkinder…

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