Völkermord heute


Die spezielle Absicht, auf direkte oder indirekte Weise „eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören“, nennt man „Völkermord“ oder Genozid. Dabei kommt es nicht darauf an, ob Menschen tatsächlich getötet werden. Der Begriff ist seit 1948 ausdrücklich im internationalen Recht und vielen nationalen Gesetzen verankert und zählt als schlimmstes Verbrechen im internationalen Recht. In der heutigen Zeit ist allerdings neben Deutschland betroffen auch noch eine ganze Reihe verschiedener mitteleuropäischer Länder.

Einerseits werden durch Kriege, sonstige Konflikte oder durch unfaire Verträge zerstörte Volkswirtschaften massenhaft Menschen quasi dazu getrieben, ihre Heimatländer zu verlassen und andererseits millionen Menschen in Länder gelockt, die damit komplett überfordert sind. Ganze Regionen werden beinahe entvölkert und andere Gebiete oder Länder beinahe schon mit Migranten überflutet, denen man das Blaue vom Himmel verspricht, was natürlich nicht zu halten ist. Im Moment befinden sich weltweit so viele Menschen auf der Flucht wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr. Schaut man nach Syrien, so ist momentan beinahe jeder zweite Einwohner des Landes auf der Flucht und millionen Syrer ausserhalb des eigenen Landes, in dem ganz nebenbei historische Stätten und jahrtausendealte Weltkulturerbe durch von aussen finanzierte und unterstützte Terrormilizen gesprengt werden. So nimmt man einem ganzen Volk die Wurzeln.

Ähnliche Szenen spielen sich auch in anderen Ländern ab, in denen ganze Völker drangsaliert und mit Terror überzogen werden. Im Irak und Syrien sind ganze Landstriche mit sehr alten christlichen Glaubensgemeinschaften nahezu ausgelöscht oder vertrieben worden. Im Norden des Irak und Syriens sowie der südlichen Türkei befinden sich die Kurden im Fadenkreuz der türkischen Armee. In mehreren Ländern Afrikas gibt es teilweise von aussen geschürte ethnische und Glaubenskonflikte und in der Ostukraine soll die dort seit Jahrhunderten ansässige russische Bevölkerung verdrängt oder „ukrainisiert“ werden. Palästinenser in Gaza sehen sich Angriffen ausgesetzt und in Lettland wird, wie in einem Apartheidsstaat einem Drittel der Bevölkerung als „Nicht-Bürger“ die Staatsangehörigkeit und das Wahlrecht verwehrt, nur weil diese Menschen russischstämmig sind und ihre Muttersprache russisch sprechen, die auch bereits in der Ukraine verboten werden sollte

Seit der Eroberung Amerikas gab es nicht mehr so breite Beeinträchtigung gegen eine Vielzahl von Völkern wie heute. Damals wurden im Lauf weniger Jahrhunderte praktisch alle Kulturen und Völker eines ganzen Kontinents zerstört oder verdrängt. Heute geschieht sehr ähnliches nicht nur im nahen Osten oder Afrika, sondern ganz aktuell mitten in Europa. Jedes Volk und jede Kultur sind wichtig, wertvoll und schützenswert. Nicht umsonst zählt die direkte oder indirekte Zerstörung oder Verdrängung von Völkern, Kulturen oder Glaubensgemeinschaften als eines der schlimmsten Verbrechen im Völkerrecht, das weltweit gestoppt und verhindert gehört.

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