Wir brauchen eine neue Kraft


Was wir wirklich dringend brauchen, ist eine völlig neue politische Kraft, die sich jenseits von links, rechts oder irgendwelchen Farben ansiedelt, offen sowohl für eher linke als auch eher rechte Argumentationen ist, die Menschen aller Richtungen in guten Kompromissen verbindet, statt weiter zu spalten und keine Klientel vertritt, sondern die Menschen, also das Volk selbst. Erst wenn vorher eher Rechte mit vorher eher Linken Hand in Hand für gemeinsame Ziele stehen und möglichst viele Menschen aus dem Volk hinter ihnen, wird das auf Spaltung und Zersplitterung der Menschen in möglichst viele und möglichst kleine Gruppen basierende System der selbsternannten politischen „Eliten“ sein Fundament verlieren.

Wie kann man so eine neue politische Kraft schaffen?

Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Nun, zuerst müssen sich einige Menschen zusammenfinden, die politisch aktiv werden und etwas verändern wollen und im Rahmen eines politischen und eingetragenen Vereins ein gemeinsames Rahmenkonzept erstellen, mit dem möglichst viele Menschen aus allen politischen „Richtungen“ möglichst gut leben können. Das Konzept muss sowohl eher links als auch eher rechts denkende Menschen überzeugen, gute und tragfähige Kompromisse anbieten und Menschen aller politischen „Richtungen“ verbinden und vereinen können, um einig einen gemeinsamen Weg gehen zu können. Hier sollen zunächst Ideen und Argumente gesammelt werden und daraus Lösungsmöglichkeiten entstehen, die möglichst viele Menschen ansprechen.

Über einen eingetragenen politischen Verein ist bereits umfangreiche politische, wenn auch erstmal ausserparlamentarische Arbeit möglich und diese muss auch schon frühzeitig und mehrgleisig beginnen. Mehrgleisig bedeutet, einerseits Druck auf Politik (Parteien und Abgeordnete), Medien (Print- und Funk/TV/Internet), Staatsorgane (Behörden und Ämter); eine eigene Medienpräsenz (zuerst Internet, später über andere Medien); Information der Bevölkerung, Öffentlichkeitsarbeit und Einbeziehung der Wünsche aus der Bevölkerung; Aktionen, Statements und ggf. Demonstrationen.

Auch einen möglichen zukünftigen Weg gilt es gemeinsam zu entwickeln, auch was die spätere Gründung einer bei Wahlen antretenden zugelassenen politischen Partei oder eines Wahlbündnisses mehrerer bereits existierender Parteien unter einer gemeinsamen Flagge betrifft. Wir brauchen keine Spaltung und Zersplitterung in möglichst viele kleine Parteien, sondern eine Vereinigung vieler kleinen Gruppierungen zu einer grossen und starken Gemeinschaft mit gemeinsamen Zielen, die am Ende auch mehrheitsfähig sein sollte.

Parteien sind keine Lösung, sondern Teil des Problems

Dennoch ist das derzeitige politische System vor allem auf Parteien zugeschnitten, die jeweils ihre Klientel vertreten statt das ganze Volk und deshalb vor allem den eigenen Machterhalt oder Machterlangung bestreben, statt nach echten Lösungen für drängende Probleme zu suchen. Eine wirklich effektive Arbeit wird so behindert statt vorangetrieben. So muss allerdings vorerst, um das bestehende System auch optimal nutzen zu können, der Weg über eine als Partei zugelassene politische Vereinigung führen, langfristig sollten Parteien irgendwann aber komplett überflüssig werden, um eine bessere sachbezogene Arbeit zu erreichen.

Endziel sollte also die Reform des politischen Systems sein, das demokratischer, gerechter und freiheitlicher sein soll als das sich jetzt zunehmend als missbräuchlich verwendbar zeigt und seine Schwächen und Gefahren täglich mehr offenbart. Das Parteiensystem stammt noch aus dem vorletzten Jahrhundert und ist heute nicht mehr zeitgemäss und überholt, existiert nur deshalb noch, weil es noch keine Alternative dafür gibt und weil es gewissen Kreisen zu Macht und Einfluss verhilft, auch gegen den Willen des Volkes.

Ohne den ersten Schritt nutzen allerdings die besten Ziele nichts und ohne eine organisierte Gemeinschaft lässt sich kein Konzept erarbeiten und keine gezielte und effektive politische Arbeit umsetzen.

2 Gedanken zu “Wir brauchen eine neue Kraft

  1. Wenn sich einige Leute (nicht nur Politiker, auch Journalisten und Künstler) zusammentun würden (erstmal nicht als Partei, sondern als Verein und Denkfabrik), könnte man dem Ziel näher kommen:

    Sahra Wagenknecht, Oskar Lafontaine, Heinz Buschkowski, Tilo Sarrazin, Dirk Müller, Wolfgang Grupp, Andreas Popp, Gabriele Krone-Schmalz, Ken Jebsen, Volker Pispers, Karl Albrecht Schachtschneider, Max Uthoff, Xavier Naidoo…

    Wer weiss weitere?

    Dass man aus der stark-linken Ecke einen Schritt Richtung Vernunft herauskommen kann, hat Sahra Wagenknecht schon bewiesen. Noch etwas mehr Mut für weitere kleine Schritte und die auch aus anderen Richtungen aufeinander zu und wir haben unsere „Neue Kraft“…

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